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1571 – Die Geschichte

Eybesfeld bei Leibnitz 1681
Georg Matthäus Vischer
Topographia Ducatus Stiria

Der "Hof zu Jeeß", etwa 20km südlich von Graz gelegen, wurde im Jahre 1571 erstmals urkundlich genannt. Später änderte sich sein Name nach seiner Besitzerfamilie zum "Mallerhof" und befand sich durch Jahrhunderte in adeligem Besitz.

Mitte des 17. Jahrhunderts kam der Hof in den Besitz von Gottfried Freiherr von Eibiswald. Dieser baute den Hof zum adeligen Schloss aus und gab ihm den Namen “Eibisfeld”.

1725 – Familie Conrad-Eybesfeld

Sigmund Conrad Freiherr von Eybesfeld 1886
Sigmund L'Allemand
Österreichische Galerie Belvedere

Ahnherr der Familie Conrad-Eybesfeld ist der um 1725 geborene Joseph Conrad, dessen sechstes und letztes Kind, Sigmund, 1780 zur Welt kam. Letzterer erwarb 1851 das Anwesen für seinen zweiten Sohn Sigmund, der von Kaiser Franz Joseph I. 1870 in den Freiherrenstand erhoben und 1880 Minister für Kultus und Unterricht wurde.

Seit dieser Zeit steht das Schloss Eybesfeld in ununterbrochenem Besitz der Familie Conrad -Eybesfeld.

1870 – Das Familienwappen

links: Familienwappen Conrad–Eybesfeld, 1870
Mitte: Familienwappen Conrad-Eybesfeld, West 8, 2005
rechts : Firmenlogo Eybesfeld, ONIMO studios, 2019

Das Familienwappen wurde anlässlich der Adelssprechung von Sigmund im Jahre 1870 von Kaiser Franz Joseph verliehen.

Im Jahr 2005 wurde West 8 beauftragt, das Wappen zeitgemäß weiter zu entwickeln. Das Ergebnis wurde als Ornament bei der Errichtung der neuen Schloss-Einfahrtstore verwendet, sowie nach einer künstlerischen Bearbeitung bei der Neugestaltung der 7 Todsünden Gästezimmer im Kavalierhaus mehrfach eingesetzt. Dadurch wurde beabsichtigt, das Wappen lebendig zu halten.

Es diente ebenfalls, gemeinsam mit dem Grundriss des Schlosses, 2019 als Vorlage für das aktuelle Logo von Eybesfeld. Das Schloss ist die abstrahierte Zusammenfassung des Wohnsitzes der Familie. Wie das Schild wird die Grundrissform in Querstreifen geteilt und mit einer Banderole durchzogen. Die Linien im Querstreifen bilden eine Treppe, die den Aufstieg der Entwicklung von der Vergangenheit in die Moderne symbolisiert.

1953 – Der Stammbaum

In neuem Tab öffnenStammbaum:
Conrad – Eybesfeld
Stand 2019

Bertran Conrad-Eybesfeld (*1953), Sigmunds Nachkomme in fünfter Generation, führt das Gut gemeinsam mit seiner Familie und positioniert es als Kultur- und Wirtschaftsfaktor der Südsteiermark.

„Unsere Aufgabe ist es, das ganze Gut am Leben zu erhalten und zeitgemäß in die Zukunft zu führen.“

1976 – Der Schlosspark

Eybesfeld
1976

Der Schlosspark wurde um 1880 im Stil eines englischen Landschaftsparks angelegt und wurde seit 1976 regelmäßig erweitert.

Das Hochplateau mit Schloss und Nebengebäuden wurden durch den Bau mehrerer Teiche auf der Niederterrasse in seiner Fläche verdoppelt und umfasst derzeit 18 Hektar. In den letzten Jahren wurde ein 3 km langes Wegenetz und ein Erdwall an der östlichen und nördlichen Schlossparkgrenze errichtet.

2020 – Eybesfeld heute

Eybesfeld
2020

Das Anwesen in seiner heutigen Form besteht aus dem Schloss, dem Schlosspark, den land- und forstwirtschaftlichen Flächen, dem Fischereirecht in der Laßnitz und den Schlossnebengebäuden.

Alle Gebäude wurden in den letzten Jahren umfassend saniert. Die Nettowohnfläche beträgt 7.000 m². In den Nebengebäuden sind dadurch 70 Wohnungen und 150 m² Bürofläche entstanden. Im Schlosspark befinden sich mehrere Kunstprojekte die in Zusammenarbeit mit Konzeptkünstlern wie unter anderen Heimo Zobernig, Michael Schuster, Max Neuhaus oder Sol LeWitt errichtet wurden.

Kunst

No Future

2018, Bernd Oppl

Bernd Oppl, geboren 1980 in Innsbruck, spürt in seinen Arbeiten der Frage nach, in welchen Räumen wir uns bewegen: in fremden oder selbst geschaffenen, in realen oder virtuellen Architekturen, in äußeren oder inneren, in physischen und mentalen Räumen.

In seinen Objekten und Installationen werden die Räume selbst zu Protagonisten und beginnen zu erzählen, was in ihnen passiert oder nicht. Seine Arbeit NO FUTURE ist für den Schlosspark Eybesfeld in Diskussion und Zusammenarbeit mit Florian Conrad-Eybesfeld entstanden.

Die Künstlerin Elisabeth Molin, geboren 1985 in Kopenhagen, beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit Wahrnehmungsfehlern und Zeitverzerrungen. Mit ihrem Werk Echo hat sie Bernd Oppls Arbeit um eine Wanduhr ergänzt: Die Uhr trägt weder Ziffernblatt noch Zeiger und führt uns in eine Parallelwelt, in der Zeit als etwas Nicht-Messbares wahrgenommen wird.

berndoppl.net/en/work/no-future/
elisabethmolin.com/

No Future, 2018
Bernd Oppl

Sound of Oil

2015, Studio Dekonstrukt

Ein verorteter Riese – seinem ursprünglichen Zweck enthoben – erscheint zwischen dicht bewachsener Natur. Einst Speicher fossiler Energie, hat sich die Form zu einem Durchgang verändert. Je näher man dem Ungetüm kommt, desto deutlicher werden diffuse Geräusch- und Klangvariationen hör- und spürbar. Der Blickwinkel der Augen wird von seiner Form beschnitten: Die Vegetation wird zum Tunnelblick. Sie erscheint als ferne Freiheit und doch fesselt der einsetzende Rhythmus die Insassen. Die Innenwände vibrieren, zwischen industriellen Beats modellieren hörbare Flüssigkeiten und Objekte das Arrangement zu einer dystopischen Collage, welche der Installation eine artifizielle Anmutung verleiht. Inmitten der idyllischen Umgebung nimmt der Fremdkörper eine ambivalente Position ein: gut getarnt wirkt das Objekt, als ob es an diesem Ort vergessen wurde – verwahrlost – von der Natur beinahe schon wieder zurückerobert. Auf der der anderen Seite vernehmen wir eine auditive Energie – das Objekt pulsiert in einer eigenen Frequenz, grenzt sich klar von seiner Umgebung ab. Es entsteht ein technischer Fremdkörper – vergessen, ruhend und doch im unaufhörlichen Takt dröhnend.

Mixed Media – doppelwandiger Stahltank, vier Körperschallwandler, vier mobile Verstärker, Klangcollage 06:34 – Loop

Das 2010 von Marlene Hirtreiter (geboren 1983 in Schliersee/Deutschland) & Andre Mayr (geboren 1989 in Haag/Österreich) gegründete Künstlerkollektiv „Dekonstrukt“ operiert an der Grenze zwischen transmedialer Kunst und experimentellem Design und ist im Moment in Bern in der Schweiz angesiedelt.

studio-dekonstrukt.at/

Sound of Oil, 2015
Studio Dekonstrukt

Dreifeld

2011, Gregor Pokorny

Annähernd gleiche, stehende Prismen, aus eigentümlich entkernten Lärchenstämmen, gebrannt, gebürstet und geölt, markieren die Eckpunkte eines gleichseitigen Dreiecks -, ein kleines, schräges Feld in einem Wäldchen. Der Auftraggeber, Bertran Conrad-Eybesfeld, titulierte das schwebende Triptychon treffend mit Dreifeld. Artifizielles interagiert synergetisch mit organisch Wachsenden. Neben dem Namen Eybesfeld assoziiert dieses Feld auch einen weit gefassten physikalischen Begriff, den Träger diverser Wechselwirkungen: Alltägliche Wahrnehmung wird hier zu einem konzentrierten Verweis auf wesentliche Grundkonstanten skulpturalen Gestaltens - Körper, Raum, Licht und Bewegung. Nur eine Momentaufnahme vermag die (unendliche) Ganzheitlichkeit dieses "Kultplatzes", den (hier) ständig zelebrierten Wandel, nicht zu erfassen.

gregorpokorny.com/

Dreifeld, 2011
Gregor Pokorny

Klangraum

2007, Max Neuhaus

Max Neuhaus erschuf unter Verwendung seines Gefühls für Klang, das er nach vierzehn Jahren als Musiker erworben hatte, Klangkunstwerke, die weder Musik noch Events waren, und prägte zu deren Beschreibung den Begriff ‚Klanginstallation’. In diesen Arbeiten ohne Anfang und Ende wurden die Klänge eher räumlich als zeitlich verortet. Die Umgebungsgeräusche bilden die “Leinwand”, auf welche Max Neuhaus mit seinem Klang die Farbe aufträgt.

Ein Zuhörer, der in den Klangraum eintritt, taucht augenblicklich ein in den Klang und wird in einen neuen Bereich der Wahrnehmung transportiert. Wenn er das Feld verlässt, endet der Klang, also ob er niemals da gewesen wäre.

Grundvoraussetzung für Neuhaus Arbeiten ist die Tatsache, dass die Wahrnehmung von Raum, seiner Dimensionen und seines Charakters ebenso sehr von akustischen Faktoren beeinflusst wird wie von visuellen. Das Ohr entscheidet nicht weniger als das Auge darüber, wie ein Raum empfunden wird. Neuhaus arbeitete prinzipiell subtil: er verwendete in der Regel leise Klänge, die oft nur unterschwellig wahrgenommen werden. Töne, die an der Schwelle zur Hörbarkeit liegen, sich unter die Alltagsgeräusche der Umgebung mischen und sie verwandeln.

Max Neuhaus wurde 1939 in Texas geboren und verstarb 2009. Er war ein US-amerikanischer experimenteller Musiker, Pionier der Klangkunst, Grafiker und Autor.

Klangraum, 2007
Max Neuhaus

Le second été

2006, Philipe Rahm

Auf einer der Inseln des Schlossparks brachte der Schweizer Künstler Philipp Rahm die Zeit zum Stillstand, besser gesagt er beseitigte die Jahreszeiten. Sechs riesige intelligente Scheinwerfer sind in der Lage die Lichtverhältnisse eines bestimmten Tages zu speichern und in den weiteren 364 Tagen genau so viel Licht auszustrahlen, dass die Lichtintensität von Tag zu Tag konstant bleibt. Eine Bodenfläche von ca. 200 m2 wird das ganze Jahr auf derselben Temperatur gehalten. Das Eigenleben dieser Fläche wird somit zum Kunstwerk.

Philippe Rahm, geboren 1967 in der Schweiz, ist Architekt und Künstler. Seine Arbeiten erweitern den Bereich der Architektur vom Physiologischen zum Meteorologischen.

www.philipperahm.com/

Le second été, 2006
Philipe Rahm

Eybesfeld

2006, Sol LeWitt

Sol LeWitt ist einer der Mitbegründer der Minimal- und Konzeptkunst. Das Prinzip dieser Kunstrichtung besteht darin, die Idee des Kunstwerkes zu betonen. Dies wird oftmals durch die Reduzierung aller Bestandteile erreicht.

Sol LeWitts Werk besteht aus einer Viertelkugel und einem Halbkegel aus Basaltstein, die den Besucher auffordern sie fertig zu denken. Der Halbkegel befindet sich unterirdisch und die umgebende Schlossparklandschaft lässt das Werk nicht allzu mächtig erscheinen. Erst durch den Perspektivenwechsel, der beim Hinabsteigen entsteht, offenbart die wahre Größe mit einer Gesamthöhe von 10 Metern und einer Länge von 25 Metern.

Der Entwurf entstand während seines Aufenthalt auf Schloss Eybesfeld, die Realisierung erstreckte sich über ein Jahr und wurde gemeinsam mit dem Architekten Konrad Frey durchgeführt.

Sol LeWitt wurde im Jahr 1928 in Connecticut geboren und verstarb 2007.

Eybesfeld, 2006
Sol LeWitt

Komposition

2006 ∫ 2012, Sonja Gangl

Das Konzept des Kunstprojektes bestand darin, in einem Abstand von 2-3 Metern der Außenfassade des Glyzinienhofes 183 Stahlseile von unten nach oben zu befestigen, an deren Basis Glyzinien gepflanzt werden. Das Wachstum der Glyzinien sollte gemessen werden und die Grundlage eines Musikstückes, der Stimme des Gebäudes, bilden.

Dieses Kunstprojekt konnte nicht realisiert werden, weil die Glyzinien bereits im ersten Jahr 7 Meter gewachsen sind und dadurch die gewünschten Abstufungen nicht erreicht werden konnten.

Sonja Gangl beschreibt ihre Arbeit wie folgt:
“Das künstlerische Konzept beginnt nach der architektonischen Zielsetzung und Ausarbeitung. Das Zuwachsen ist Grundkonzept der Architektur und des Auftraggebers. Die Dynamik und die Spannung aus dem Wachstumsvorgang und der Pflege der Individuen, sowie die mehrstufige Erfassung, Bezeichnung, Fixierung und Auswertung der Ereignisse umfasst meine Disposition - ist meine Intervention in diesem an sich abgeschlossenen Projekt und erweitert die an sich spannende Einheit.”

Sonja Gangl, geboren 1965 in Graz, ist eine bildende Künstlerin. Gangl studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien in der Meisterklasse von Markus Prachensky und an der Universität für angewandte Kunst Wien in der Meisterklasse von Ernst Caramelle. Sie ist seit 2003 Mitglied der Wiener Secession.

www.sonjagangl.com

Komposition, 2006 ∫ 2012
Sonja Gangl

LOVE

2003, LOVE architects (Mark Jenewein)

Die Skulptur stammt aus der Kulturhauptstadt Graz 2003 und stand auf einer der vier Autobahneinfahrten. Es steht allein, als Zeichen, als Bekenntnis als Fundament und spiegelt sich in einem der Schlossteiche, dem Inselteich. Am rechten unteren Rand des Schlossparks platziert, stellt sie die Unterschrift des Malers unter seinem Gemälde und erhebt den Schlosspark mit seinen Skulpturen zum Gesamtkunstwerk. Die vier Buchstaben stehen für sich selbst und brauchen keine weitere Interpretation. Die Skulptur wurde von LOVE architecture konzipiert und die Lage gemeinsam mit dem Lichtarchitekten Klaus Pokorny ausgewählt.

www.love-home.com/

LOVE, 2003
LOVE architects (Mark Jenewein)

Das Eichhörnchen

2003, LOVE architects (Mark Jenewein)

Das Eichhörnchen wurde vom Architekturbüro LOVE für die Kulturhauptstadt Graz 2003 konzipiert. Damals begrüßte es bei einer der Autobahneinfahrten nach Graz, mit der Bewegung seines Schweifes, die Gäste. Heute befindet es sich in der nordöstlichen Ecke des Schlossparks und winkt nun den Besuchern des Schlossparks auf der vorbei führenden Schlossstrasse. Das Eichhörnchen wurde zwischenzeitlich Bruno getauft.

www.love-home.com/

Das Eichhörnchen, 2003
LOVE architects (Mark Jenewein)

Ei

2002, Michael Schuster

Schloss Eybesfeld wurde erstmals für den Franziszeischen Kataster, dem ersten vollständigen Register aller Liegenschaften der Monarchie, erschienen im Jahr 1825 vermessen. Michael Schuster borgte sich die ersten Buchstaben aus und ließ sie maßstabsgetreu und an der im Plan verzeichneten Stelle aus Eichenpfosten nachbauen.

Somit wird die Kraft der Symbolik ein Faden weitergesponnen. Eybesfeld, der Familienname (das i wurde auf y umgeschrieben), das Schloss Eibesfeld, der Ort Eybesfeld, das Wort Eybesfeld, das Kunstwerk Eybesfeld und dann noch Ei für die Eiche. Alles dasselbe und auch nicht.

Michael Schuster, geboren 1956 in Graz, ist ein Künstler dessen fotografisches und installatives Werk sich den Ebenen übermittelter Information zuwendet und dabei Metaebenen und Referenzen aufdeckt. Unter dem Leitthema der Bildfindung widmet er sich bildmechanischen Prozessen ebenso, wie der Untersuchung von Mythen und oralen Traditionen.

Ei, 2002
Michael Schuster

Zachariasflug

1992, Vadim Zakharov

Im Jahr 1992 wurde das Kunstprojekt Zachariasflug im Schlosspark Eybesfeld durchgeführt. Die Arbeit des russischen Künstlers Vadim Zakharov ist als eine intervenierende Praxis zu begreifen, die die Oberfläche unangetastet lässt, das Areal des Schlossparks aber gleichzeitig im Verborgenen besetzt: An 101 vermessenen Punkten des Schlossparks wurden geladene Gäste gebeten, in eine vorgegebene Richtung zu blicken, während der Künstler dreimal über den Schlosspark im Flugzeug seine Kreise zog. Dabei standen sie auf bis heute vergrabenen Disketten, die Texte des Buches des Propheten Zacharias enthielten.

Stellvertretend für das Projekt steht eine Tafel auf der Außenseite des Schlossparks mit einem Auszug aus der Korrespondenz zwischen Schlossherren Bertran Conrad-Eybesfeld und dem Künstler.
Vadim Zakharov, geboren 1959 in Dushanbe/UdSSR, ist ein russischer Aktionskünstler, der als “Archivar des Moskauer Konzeptualismus” bezeichnet und zum Kreis der Moskauer Konzeptualisten zählt. Er lebt und arbeitet in Berlin und Moskau.

www.vadimzakharov.com/

Zachariasflug, 1992
Vadim Zakharov

Betonplatte

1990, Heimo Zobernig

Heimo Zobernig realisierte in Zusammenarbeit mit Ferdinand Schmatz im Schlosspark eine Außenskulptur. Er ersetzte einen ehemaligen, nur noch in vagen Umrissen erkennbaren Tennisplatz durch eine exakt die Fläche eines Tennisplatzes einnehmende, 15 cm hohe Betonplatte. In diesem Werk stauen sich förmlich die historischen Bezüge auf die moderne Skulptur und ihr Schicksal.

Auf der Vorderkante der Platte wurde in Versalien in Helvetica-Type die folgende Inschrift angebracht:“ Diese Betonplatte wurde von Heimo Zobernig für Christine und Bertran Conrad-Eybesfeld konzipiert und im Frühjahr 1990 realisiert. Dixit Ferdinand Schmatz. Transportbeton Tillmitsch.“

Die Betonplatte erfüllt die Tugenden einer minimalistischen modernen Skulptur. Die Platte wurde fugenlos gegossen, wodurch die Entstehung von Rissen einkalkuliert war. Die Natur des Materials kam auf diese Weise offen zur Geltung, die technisch für eine glatte Oberfläche notwendige Rasterung des Gusses wurde vermieden. Die Inschrift führt weg von einer rein formalen Analyse – hin zu einer Indizierung der Bedingungen, durch die das Kunstwerk zustande kam: die Auftragslage wird benannt, die Zusammenarbeit mit Ferdinand Schmatz und die Herkunft des Baustoffes.

Durch das lateinische Wort „Dixit“ wird auf die feudale Tradition von Mäzenatentum und auf den Ort, ein Schloss, verwiesen, womit sich das Werk an die institutionskritischen Arbeiten von Daniel Buren oder Hans Haacke reiht.

Heimo Zobernig, geboren 1958 in Mauthen/Kärnten, lebt und arbeitet in Wien. Sein Werk ist geprägt von einer reduzierten, häufig handwerklichen Charakter aufweisenden Formensprache. Stets werden die Rahmenbedingungen von Kunst in Frage gestellt.

Ferdinand Schmatz, geboren 1953 in Korneuburg/Niederösterreich, studierte Germanistik und Geschichte. Er publiziert Lyrik und Essays und wohnt als freier Schriftsteller in Wien.

www.heimozobernig.com/

Betonplatte, 1990
Heimo Zobernig
Architektur

Schloss Eybesfeld

12. Jhd - heute, 8403 Lang, Jöss 1a

Phase 1 (12 Jhd – 13 Jhd)
Der Grund auf welchem Schloss Eybesfeld heute steht, stammt aus dem Eppensteiner Besitz und wurde im 12.Jahrhundert dem Stift Rein geschenkt. Die ersten Gebäude, voraussichtlich aus dem 13.Jahrhundert, bestanden aus einem einfachen Bauernhaus, heute Bestandteil des Erdgeschoss des Schlossgebäudes, und einem Stall, heute Bestandteil des Kavalierhauses.

Phase 2 (13 Jhd – 17 Jhd)
Im Laufe der Jahre wurde das Haus aufgestockt und erweitert. Der rechteckige Grundriss im Erdgeschoss des Schlossgebäudes zeugt mit seinen gotischen Bögen noch heute vom früheren Erscheinungsbild des Hauses.

Phase 3 (1640 - 1651)
Nach einem Brand welches das Haus, Mallerhof genannt, zerstörte, kaufte Friedrich Freiherr von Eibiswald das Gehöft und ergänzte es mit einem Stiegentrakt und einem Salon-Trakt, wodurch aus der rechteckigen Form eine Kreuzform wurde. Zum Schutz gegen die Proviantbeschaffer des Osmanischen Heeres, welches weniger als 50 km östlich vorbeizog, wurden 4 Türme und eine Verbindungsmauer errichtet

Phase 4 (1851 – 1996)
Im Jahr 1851 erwarb Sigmund Conrad das Schloss und verwandelte es erstmals in einen Familiensitz. Die Parkettböden wurden ausgetauscht, die Küche erneuert, und das Schloss mit venezianischen Einrichtungsgegenständen möbliert.

Phase 5 (1996 - 2020)
Im Jahr 1996 erwarb Bertran Conrad-Eybesfeld das Schloss von seiner Familie und erweiterte die nutzbare Fläche des Schlosses um zwei Stockwerke. Durch eine Abgrabung des 4 Hektar umfassenden Raumes rund um das Schloss um einen Meter, gelang es, das kellerartige Erdgeschoss in einen weiteren Wohnraum umzuwandeln. Das Dachgeschoss wurde zweistöckig ausgebaut.

Schloss Eybesfeld in seiner heutigen Form hat einen kreuzförmigen Grundriss und ist ein dreigeschossiges Gebäude mit rund 1200 m² Wohnfläche, jedes Stockwerk hat ca. 300m². Im Dachboden befindet sich die alte Bibliothek sowie die Kapelle. Ein altes Kellergemäuer mit wunderschönen dicken Wänden und kleinen lichtspendenden Fenstern ist durch den unterirdischen Ahnentunnel zu erreichen. Über diesen gelangt man auch in das angrenzende Kavalierhaus.

Schloss Eybesfeld, 12. Jhd - heute
8403 Lang, Jöss 1a

Kavalierhaus

13. Jhd - 2006, 8403 Lang, Jöss 1b

(Bauphase 2: 1800 | Bauphase 3: 2006, Max Stoisser & Carola Peschl)

Der ehemalige Getreidespeicher wurde an der Innenmauer zwischen den zwei westlich und nordwestlich gelegenen Türmen errichtet. Davor bestanden einzelne nicht verbundene Gebäude (Stall, Presse, Mehlkammer, Turm), die im 18. Jahrhundert zu einem Bauwerk zusammengefasst wurden. Zunächst als Kavalier- und Gästehaus für die Jagden genutzt, wurde es 1996 und 2004 umfassend renoviert.

Es wurden unter anderem 7 Gästezimmer, dem Geist der 7 Todsünden folgend, errichtet. Eine Farbskala, kleine Hinweise auf die Todsünden und eigens entworfene Möbel folgen einem strengen, einheitlichen Dekorationskonzept.

Kavalierhaus, 13. Jhd - 2006
8403 Lang, Jöss 1b

Meierhof

18. Jhd - 2000, 8403 Lang, Jöss 1c-e

Der Meierhof, ein Vierkanthof des 18. Jahrhunderts, wurde als Kuhstall, Pferdestall und Schweinestall errichtet. Um 1850 wurde ein Flügel niedergerissen und auf einem Teil dieser Fläche das Meierhaus, das Haus des Verwalters, errichtet. Um das Jahr 2000 wurden die Gebäude umgebaut und saniert.

(Stall 1780 | Meierhaus im Biedermeierstil 1855 | Wohnungen 2000, der südliche Trakt des Meierhofes wurde von Cristina Conrad-Eybesfeld geplant)

Meierhof, 18. Jhd - 2000
8403 Lang, Jöss 1c-e

Glashaus

1840 - 2020, -

Das Gut Eybesfeld war stets bestrebt Selbstversorger zu sein. Neben den Obstbäumen, der Landwirtschaft, der Viehzucht, der Teichzucht und der Jagd gab es bis ins 19. Jahrhundert ein Glashaus zur Überwinterung der Topfpflanzen und zur Gemüsezucht. Um 1880 wurden drei weitere Glashäuser gebaut, die jedoch um 1950 wieder abgerissen wurden.

Das übrig gebliebene Glashaus soll nun zu einem Wintergarten umgebaut werden. Erste Skizzen wurden von Architekt Hans Heger entworfen. Die Terrasse wurde von West 8 geplant. Ein neues Glashaus soll im Neuen Lager errichtet werden.

(Bauphase 2: 1890 | Bauphase 3: 2020, Hans Heger)

Glashaus, 1840 - 2020
-

Das Neue Lager

2015, Max Stoisser

Der 17 Ha große Schlosspark macht es unabdingbar, ein eigenes Lager zu haben. Allein zum Rasenmähen werden 3 Rasentraktoren benötigt, zusätzlich 3 Traktoren für die Forst- und Landwirtschaftlichen Arbeiten. Die Gutsverwaltung und alle Mietobjekte (70 Wohnungen) werden mit Holz geheizt. Dafür werden ca 300 Schüttmeter Holzschnitzel und 800 Festmeter Holz gelagert. Zusätzlich wurden eine Werkstatt und zwei Wohnungen errichtet. Das neue Lager wurde von Architekt Max Stoisser geplant und 2010-2018 errichtet.

Das Neue Lager, 2015
Max Stoisser

Schwimmbad

2007, Pichler & Traupmann

Das Schwimmbad wurde von dem Architekturbüro Pichler & Traupmann geplant. Es wurde bewusst in einiger Entfernung des Schlosses errichtet. Der Gartenturm dient im Sommer als Bade- und Gästehaus. Bei der Arbeit handelt es sich um ein minimalistisches Werk, das durch den skulpturalen Charakter der umliegenden Kunstwerke beeinflusst wurde. Eine schwebende Fläche entsteht durch drei hochgeklappte Seiten, die dem Projekt Leichtigkeit und gleichzeitig Spannung verleiht. Darunter befinden sich die Lagerräume, Technik, Sanitäranlagen und Garderoben. Die Form nimmt Bezug auf die Dachlandschaft des benachbarten Gartenturms, die Farbe bezieht sich auf die Dachziegel und die Rotbuche.

www.pxt.at/projects/151-freischwimmbad-eybesfeld
www.pxt.at/

Schwimmbad, 2007
Pichler & Traupmann

Tunnel

1998, Bertran Conrad-Eybesfeld

Im Rahmen der Absenkung des Erdniveaus rund um das Schlossgebäude um einen Meter wurde kurzfristig beschlossen, das Schloss mit dem benachbarten Keller des gegenüber liegenden Kavalierhauses durch einen Tunnel zu verbinden. Nun haben die Ahnen(bilder) ihre eigene Etage unter der Erde bekommen.

Tunnel, 1998
Bertran Conrad-Eybesfeld

Türme und Mauern

1640, Manfred Wolff-Plottegg

1618 wird erstmals urkundlich ein mit "Rain und Stain" umfangener Hof erwähnt. Um 1640 brannte dieser Hof ab. Um einen gewissen Schutz zu erreichen wurden vier Türme und eine Umgrenzungsmauer errichtet.

Von dieser Befestigung sind heute nur noch die zwei Türme (im Kavaliertrakt und der Nordost-Turm), und die angedeuteten Fundamente der ehemaligen Schlossmauer vorhanden, die durch große Steinplatten gekennzeichnet wurden. Es ist anzunehmen, dass auch ein Teil des Kavalierhauses zu dieser Befestigung zählt. Die Türme wurden also sehr wahrscheinlich Mitte / Ende des 17. Jahrhunderts zur Umfassungsmauer hinzugefügt.

Türme und Mauern, 1640
Manfred Wolff-Plottegg

Altes Schlosstor

1810, -

Das alte Schlosstor wurde an der Stelle errichtet, an der im 17. Jahrhundert einer der 4 Türme stand. Es wurde um 1810 im Empirestil errichtet und diente bis zur Fertigstellung des neuen Tores im Norden des Parks als Haupteinfahrtstor.

Altes Schlosstor, 1810
-
Raum im Park

Schlosspark

18. Jhd - heute, Sigmund Conrad-Eybesfeld

Der Schlosspark wurde in vier Phasen errichtet. Der älteste Teil ist der Schlosshof, welcher bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts bestand. Mit der Abtragung der Schlossmauer, wovon noch zwei kleine Einfahrtssäulen und eine Kastanienallee zeugen, begann die erste Phase der Erneuerung und um 1885 erfolgte eine Ausweitung auf 8 Hektar.

In Richtung Norden wurde ein englischer Landschaftspark angelegt, nach Süden hin entstand ein großzügiges Wirtschaftsareal, wovon auch heute noch die ehemaligen Scheunen zeugen. In den 1990er Jahren wurde der Park nach Westen hin nochmals erweitert. Vier großzügig angelegte Teiche mit Inseln und Brücken entstanden, der Wirtschaftshof wurde nach Nordwesten verlegt. Der Schlosspark umfasst nun 18 Hektar. Die Bepflanzung mit ca. 2200 Bäumen besteht vorwiegend aus Buchen, Fichten, Erlen, Eichen, Ahorn, Birken und Platanen.

Schlosspark, 18. Jhd - heute
Sigmund Conrad-Eybesfeld

Teiche

17. Jhd - 2015, West 8, Bertrand Conrad-Eybesfeld

Das Gebiet der jetzigen Teiche war seit jeher ein Überschwemmungsgebiet. In den 1970er Jahren wurde die Lassnitz begradigt und reguliert. Durch die Errichtung von Dämmen entstanden hintereinander gereihte Teiche. Im größten Teich wurde 1979 eine Holzbrücke zur Insel gebaut.

(Zierteich, 17. Jahrhundert | Inselteich und Badeteich 1978 | Ulmenteich, 2015)

Teiche, 17. Jhd - 2015
West 8, Bertrand Conrad-Eybesfeld

Neue Einfahrtstrasse

2009, West 8

Die Schaffung einer neuen Einfahrtstrasse im Jahr 2009 geht ebenfalls auf Adrian Geuze von West 8 zurück. Statt wie bisher direkt von der Straße zum Schloss zu fahren, macht die neue 800 Meter lange Schlossstraße einen romantischen Umweg durch den Park, der es ermöglicht, das Schloss langsam zu entdecken und am Ende durch das alte Tor in den Schlosshof zu fahren.

Neue Einfahrtstrasse, 2009
West 8

Lavendelbeet

2008, West 8

Das Lavendelbeet ist das erste Werk, welches mit West 8 realisiert wurde. Es stellt den Schatten des Schwimmbades dar und dessen Duft kommt einem beim Schwimmen entgegen. Es ist unter anderem ein Paradies für Bienen und Schmetterlinge. Neben dem Lavendelbeet haben West 8 weitere Beete geplant. Darin sollen einheitliche Pflanzen oder z.B. eine Schmetterlingswiese gepflanzt werden.

Lavendelbeet, 2008
West 8

Fahrende Terrasse

2008, West 8, Manfred Wolff Plottegg, HTL Kapfenberg

Die fahrende Terrasse entstand aus der Auseinandersetzung zwischen Nutzung des Erdgeschosses des Schlossgebäudes, der relativ strengen Architektur des Gebäudes und dem Bedarf an Aufenthaltsflächen um das Schloss herum. Der Architekt Manfred Wolff-Plottegg entwickelte die Idee einer auf Reifen fahrbaren Terrasse. Bei einem weiteren Entwurf sollte sich diese zwischen dem ersten und zweiten Stock, ähnlich einem fahrenden Aufzug, bewegen.

Aufbauend darauf entwarf Christoph Elsässer von West 8, in Anlehnung an die Holzplattformen des Mittelalters, eine Terrasse auf Schienen. Bei jeder Fahrt kreuzt sie die Fundamente der ehemaligen Schlossmauer und erobert oder befreit symbolisch das Schloss.

Die Eichenplattform hat zwei Ebenen und ist elektrisch betrieben. Die Terrasse wird als fahrender Salon, Speisezimmer, aber auch als Veranstaltungsort verwendet. Die gesamte Terrasse wird zur Bühne, wenn sie in den Eibenraum (Kapazität 150 Personen) einfährt. Die Umsetzung entstand in Zusammenarbeit mit Schülern der HTL Kapfenberg.

Fahrende Terrasse, 2008
West 8, Manfred Wolff Plottegg, HTL Kapfenberg

Neues Schlosstor

2006, West 8

Im Laufe seiner Geschichte hatte das Schloss Eybesfeld vier verschiedene Tore, wovon drei noch ansatzweise erhalten sind.

Ein Tor ist fast wie die Visitenkarte seines Besitzers - es stellt den ersten Eindruck dar, den der Besucher bekommt. Adrian Geuze (West 8), der sich für die Umsetzung des neuen Tores verantwortlich zeigt, arbeitete mit den Begriffen der “Weltoffenheit” und der “Lebensfreude”, die von Bertran und Christine als ihre wichtigsten Kriterien für das Leben in Eybesfeld ausgewählt wurden, und setzte diese symbolisch in seiner Arbeit um.

Auf dem Schlosstor ist das Profil einer tanzenden Frau zu sehen. Es setzt sich aus verschieden großen Löchern, die in das Metall gestanzt wurden, zusammen. Der Bereich links und rechts der Säulen ist offen und schließt sich, wenn das Tor sich öffnet. Dadurch ist das Tor immer offen und geschlossen zugleich.

Das Empire-Tor aus dem Jahre 1790 blieb das Haupttor bis zur Jahrtausendwende und wird durch den Neubau der privaten Einfahrtsstraße nun wieder befahren.

Neues Schlosstor, 2006
West 8

Wege, Stiege und Stege

2006, West 8

Der Schlosspark hat eine Hauptachse, die beim nördlichen Einfahrtstor durch eine Lindenallee mündet. Die Stiege bildet das Kernstück einer zweiten Achse, die vom Schloss hinunter zum Laßnitzfluss führt.

Die Wege sind das Nervensystem eines Parks. Erst durch sie bekommt der Park eine Struktur. In den letzten Jahren wurde ein Wegesystem von 3 km Länge errichtet. Es besteht aus fünf nord-süd und drei ost-west Achsen.

Stege und Plattformen laden Freunde und Gäste zum Verweilen ein. Bei zwei Teichen wurden Holzstege errichtet.

Wege, Stiege und Stege, 2006
West 8

Fishhut I und II

2004, LOVE architects (Mark Jenewein)

Im Schlosspark Eybesfeld existieren zwei Fischteiche, welche an passionierte Angler (-gemeinschaften) vermietet wurden. Das Architekturstudio LOVE plante zwei Fischerhütten, welche im Eigenbau durch die Fischer realisiert werden konnten. Als Baustoff stand Eichenholz aus den eigenen Wäldern zur Verfügung.

Kern der Entwurfsidee war, den Prototyp einer „klassischen Holzhütte“ so lange zu deformieren, bis zwei vollkommen aus Holz gefertigte Fischereiskulpturen entstehen. Diese Skulpturen sollten aber keinesfalls die formalen und inhaltlichen Wurzeln des klassischen Holzhauses negieren oder in Frage stellen, sondern vielmehr ein freudvoll-ironisches Statement zum Thema „Fischen im Landschaftspark - heute“ darstellen.

Der Aspekt der Tarnung spielte dabei eine zentrale Rolle: die zunehmend verwitternden Hütten sollten zu in der Landschaft liegenden, felsartigen Holzgebilden mutieren – sie sollten mehr und mehr unsichtbar werden. Denn schließlich ist Unsichtbarkeit ein zentraler Erfolgsfaktor der erfolgreichen Beutejagd. Den Jägern soll damit ein entscheidender Wettbewerbsvorteil eingeräumt werden.

www.love-home.com/

Fishhut I und II, 2004
LOVE architects (Mark Jenewein)

Erdwall & Abgrabung

1998, West 8, Bertrand Conrad-Eybesfeld

Auf der Suche nach einer Möglichkeit, das Erdgeschoss des Schloss Eybesfeld bewohnbar zu machen, schlug Architekt Wolff-Plottegg vor, einen Teil des Schlossparks um einen Meter abzugraben. Das so gewonnene Material (ca. 4000 LKW Ladungen) diente zur Errichtung eines 800 Meter langen und 4 Meter hohen Erdwalls, als neue Abgrenzung zur Straße.

Erdwall & Abgrabung, 1998
West 8, Bertrand Conrad-Eybesfeld

Sechs Brücken

Nicht realisiert, West 8

Die Biberbrücke, eine von 6 geplanten Brücken, wurde von West 8 für die Lassnitz entworfen. Das Konzept sieht vor, dass jeder größere Balken eine Trägerfunktion hat und nicht nur als Zierde eingebaut wird.

Sechs Brücken, Nicht realisiert
West 8

Der Schlosspark beherbergt diverse Kunstprojekte, die aus der Suche nach einer für die zeitgenössische Kunst angemessenen Umgangsform entstanden sind. In enger Zusammenarbeit mit den KünstlerInnen soll bei diesen Arbeiten der Entstehungsprozess eines Kunstwerkes in den Vordergrund gerückt werden.

Es können nach Voranmeldung von einschlägigen Gruppen ca. 2-3 stündige Führungen gebucht werden. Aus Sicherheitsgründen ist der Schlosspark nicht öffentlich zugänglich. Bei Interesse kontaktieren sie uns bitte über